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12.01.2024

Zwingerhusten und Schnupfen bei Hund und Katze

Zwingerhusten bei Hunden und Schnupfen bei Hund und Katze sind Gesundheitsprobleme, die vor allem im Winter vermehrt auftreten können.

Diese Erkrankungen sind unangenehm für die Tiere und erfordern eine angemessene Pflege und Behandlung. In diesem Beitrag findest du sowohl Informationen zu den Ursachen und den Symptome als auch zu der Behandlung von Zwingerhusten und Schnupfen bei Hunden und Katzen.

Zwingerhusten, auch bekannt als Canine Infektiöse Tracheobronchitis, ist eine hochansteckende Atemwegserkrankung, die vor allem Hunde betrifft. Die Hauptursache für Zwingerhusten ist das Bakterium Bordetella bronchiseptica. Hierbei handelt es sich um ein gramnegatives Bakterium, das speziell die Schleimhäute der Atemwege befällt. Dieses Bakterium ist jedoch nicht der einzige Auslöser von Zwingerhusten. Auch virale Erreger wie das Canine Parainfluenza-Virus und das Canine Adenovirus Typ 2 spielen bei dieser Erkrankung eine Rolle. Die Ansteckung erfolgt in der Regel durch eine Tröpfcheninfektion beim direkten Kontakt mit anderen erkrankten Hunden. Daher findet die Übertragung vor allem in Tierheimen, Hundepensionen oder bei gemeinsamen Aktivitäten bei Hundeausstellungen oder Hundeparks statt.

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1.2 Symptome

Die Symptome von Zwingerhusten bei Hunden sind vielfältig und hängen oft von der Schwere der Infektion ab. Zu den häufigsten gehören folgende:

  1. Trockener, bellender Husten
  2. Hustenattacken nach körperlicher Aktivität oder Aufregung
  3. Niesen
  4. Nasenausfluss
  5. Mattigkeit
  6. Appetitlosigkeit
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1.3 Diagnose und Behandlung

Die Diagnose Zwingerhusten stellt der Tierarzt, indem er die Symptome des Hundes beobachtet und ein gründliches Besitzergespräch durchführt. In manchen Fällen kann eine Röntgenaufnahme der Lunge erforderlich sein, um andere Erkrankungen auszuschließen. Die anschließende Behandlung variiert dann je nach Schweregrad der Erkrankung. In milden Fällen reicht möglicherweise ein Hustenlinderungsmittel aus. Bei schwereren Fällen kann eine Antibiotikatherapie erforderlich sein, um die bakterielle Infektion zu bekämpfen. Ruhe und Isolation von anderen Hunden sind ebenfalls wichtig, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern und eine schnelle Genesung Deines Hundes zu garantieren.

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2. Hundeschnupfen

2.1 Ursachen

Schnupfen beim Hund ist eine Erkrankung der oberen Atemwege, die unter anderem Viren, Bakterien, Allergien oder Fremdkörper zur Ursache haben kann:

  1. Infektionen durch Viren und Bakterien: Eine der häufigsten Gründe für Schnupfen beim Hund sind Infektionen durch Viren oder Bakterien. Das Canine Parainfluenza-Virus, das Canine Adenovirus und das Canine Herpesvirus sind einige der viralen Erreger, die eine Rhinitis, also eine Nasenschleimhautentzündung, auslösen. Bakterielle Infektionen können aber ebenfalls eine Rolle spielen und manchmal tritt sogar eine Mischinfektion durch Viren und Bakterien auf.
  1. Allergien: Hunde können genauso wie Menschen auf verschiedene Allergene empfindlich reagieren. Pollen, Staubmilben, Schimmelpilze oder bestimmte Lebensmittel sind potentielle Auslöser allergischer Reaktionen, die sich in Form von Schnupfen äußern können. Allergischer Schnupfen tritt entweder saisonal oder das ganze Jahr über auf, abhängig davon, auf welche Allergene der Hund empfindlich reagiert.
  2. Fremdkörper in den Atemwegen: In einigen Fällen kann sich ein Schnupfen durch das Verschlucken oder Einatmen von Fremdkörpern wie Gras, Staub oder kleinen Partikeln entwickeln. Der Fremdkörper reizt dann nämlich die Nasenschleimhaut und führt zu Symptomen wie Niesen oder Nasenausfluss.

2.2 Symptome

Die Symptome von Schnupfen beim Hund ähneln oft denen beim Menschen und können Folgendes beinhalten:

  1. Niesen
  2. Nasenausfluss
  3. Husten
  4. Augenausfluss
  5. Fieber
  6. Appetitlosigkeit
  7. Abgeschlagenheit

2.3 Diagnose und Behandlung

Die Diagnose von Schnupfen beim Hund erfordert in der Regel einen Tierarztbesuch. Um die genaue Ursache festzustellen, macht der Tierarzt eine allgemeine Untersuchung und entnimmt gegebenenfalls auch Proben. Die Behandlung kann Antibiotika, antivirale Medikamente, abschwellende Mittel, eine Allergenkontrolle und symptomatische Pflege umfassen.

3. Katzenschnupfen

3.1 Ursachen

Schnupfen bei Katzen, auch als Feline Rhinotracheitis bekannt, ist eine Viruserkrankung, die die oberen Atemwege von Katzen betrifft. Die Hauptursache ist das Feline Herpesvirus. Dieses verursacht Entzündungen in den Atemwegen, insbesondere in der Nasenschleimhaut. Ein weiterer Erreger ist das Feline Calicivirus, welches Entzündungen in den Atemwegen und der Maulschleimhaut hervorruft. Beide Viren sind hochansteckend und können leicht durch Niesen, Speichel oder Augensekret von Katze zu Katze übertragen werden. Die Viren können aber auch auf Oberflächen überleben und so indirekt durch kontaminierte Gegenstände übertragen werden. Katzenschnupfen wird insbesondere in Umgebungen mit vielen Katzen, wie Tierheimen, Katzenpensionen oder Mehrkatzenhaushalten weitergegeben.

3.2 Symptome

Die Symptome von Schnupfen bei Katzen sind vielfältig und können folgendes beinhalten:

  1. Niesen
  2. Nasenausfluss
  3. Husten
  4. Augenausfluss und Bindehautentzündung
  5. Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
  6. Teilnahmslosigkeit und Unwohlsein

3.3 Diagnose und Behandlung

Die Diagnose Katzenschnupfen kann der Tierarzt durch eine eingehende Untersuchung des Tieres sowie eine Laboruntersuchung stellen. Die Behandlung der Katzen konzentriert sich dann vor allem auf die Linderung der Symptome und die Bekämpfung der zugrunde liegenden Infektion. Tierärzte verschreiben oft antivirale Medikamente und auch Antibiotika, um sekundäre bakterielle Infektionen zu behandeln.

Unser PANDA Tipp

Augen- oder Nasentropfen können bei einer Infektion mit dem Felinen Herpes- oder Calicivirus hilfreich sein, um das Wohlbefinden Deiner Katze zu verbessern und ihre Symptome zu lindern. Sollte also ein Katzenschnupfen diagnostiziert werden, fragst Du am besten bei Deinem Tierarzt nach, welche Produkte er hier empfiehlt.

4. Prävention und Schutzmaßnahmen

Die beste Verteidigung gegen Zwingerhusten und Schnupfen bei Hunden und Katzen ist die Vorsorge. Hier sind einige wichtige Schutzmaßnahmen aufgelistet:

  1. Impfungen: Sowohl gegen den Zwingerhusten bei Hunden als auch gegen Katzenschnupfen werden Impfungen angeboten.
  2. Hygiene: Eine gute Hygiene ist bei Infektionserkrankungen von entscheidender Bedeutung. Reinige die Schlafplätze Deiner Haustiere sowie das Katzenklo regelmäßig und halte sie sauber und trocken.
  3. Isolation: Wenn Dein Haustier krank ist, solltest Du es am besten von anderen Tieren fernhalten, um eine Ausbreitung der Erreger zu verhindern. Umgekehrt solltest Du aber auch Kontakt zu anderen Hunden oder Katzen möglichst vermeiden, wenn diese erkrankt sind.

Tierärztliche Betreuung: Regelmäßige Tierarztbesuche sind wichtig, um Gesundheitsprobleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Dieser Punkt ist aber natürlich nicht nur für Zwingerhusten und Schnupfen relevant, immerhin treten in der kalten Jahreszeit auch viele andere Erkrankungen wie beispielsweise Schneegastritis auf.

Unser PANDA Tipp

Solltest Du gerne mehr zu diesem Thema erfahren wollen, ist vielleicht der Beitrag „Gefahren im Winter – Schneegastritis bis Salzlecken“ für Dich interessant.

Unser PANDA Tipp

Auch wenn Du Deinen Vierbeiner gut pflegst und vorsichtig bist, kann das Immunsystem Deines Hundes oder Deiner Katze im Winter schon mal schwächeln. Dann steht schnell der nächste Tierarztbesuch an. Neben den Sorgen um das geliebte Tier, muss man sich dann möglicherweise Gedanken um die Tierarztrechnung machen. Solltest Du lieber  vorsorgen wollen, empfehlen wir Dir einen unserer Tarife unter Hundeversicherungen oder Katzenversicherungen. Schau Dir unsere Angebote gerne an, sicherlich ist auch für Dich und Deinen Vierbeiner etwas dabei! Mit einer Krankenversicherung für Hunde oder einer Krankenversicherung für Katzen kannst Du Dich im Notfall voll und ganz auf Deinen Hund oder Deine Katze konzentrieren ohne Dich mit den anfallenden Kosten beschäftigen zu müssen.

Zwingerhusten sowie Schnupfen bei Hund und Katze sind häufige Atemwegserkrankungen, die jeweils spezifische Ursachen und Symptome haben. Die richtige Diagnose und Behandlung sind entscheidend, um das Wohlbefinden der Tiere zu gewährleisten und die Ausbreitung der Krankheiten zu verhindern. Zur Vorsorge kannst Du Deinen Hund oder Deine Katze impfen lassen und für eine gute Hygiene in eurem Haushalt sorgen. Dann sollten Dein Vierbeiner und Du gut durch den restlichen Winter kommen!

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