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18.06.2026

Trinkmuffel im Sommer? 7 Tricks, wie Deine Katze mehr Wasser trinkt

Der Sommer ist da, die Temperaturen steigen und damit auch die Gefahr, dass Katzen schnell dehydrieren.

Katzen sind von Natur aus echte Trinkmuffel. Ihr Körper ist evolutionär darauf ausgelegt, Flüssigkeit hauptsächlich über die Nahrung aufzunehmen, nicht über den Napf. In freier Wildbahn decken Katzen einen Großteil ihres Wasserbedarfs über frisch erbeutete Mäuse und Vögel. Im Haushalt sieht das ganz anders aus.

Gerade im Sommer, wenn die Außentemperatur steigt und der Körper mehr Flüssigkeit verliert, kann eine zu geringe Wasseraufnahme bei Katzen ernsthafte Folgen haben. Tierärztinnen und Tierärzte beobachten in dieser Jahreszeit deutlich mehr Fälle von Harnwegserkrankungen und Nierenproblemen bei Katzen. Diese werden häufig durch zu geringe Wasseraufnahme ausgelöst oder begünstigt. Mit dem richtigen Wissen und ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich das in den meisten Fällen gut verhindern.

In diesem Beitrag erfährst Du, woran Du erkennst, dass Deine Katze zu wenig trinkt und welche 7 einfachen Tricks wirklich helfen, damit Deine Fellnase im Sommer ausreichend Wasser aufnimmt.

Getigerte Katze trinkt an einem sonnigen Platz aus einer großen Glasschale mit Wasser.

Bevor wir zu den Tricks kommen, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Warnzeichen. Denn je früher Du erkennst, dass Deine Katze zu wenig Flüssigkeit aufnimmt, desto besser.

Leichte Anzeichen von Dehydration bei Katzen:

  • Trockenes, stumpfes Fell

  • Eingefallene Augen

  • Trockene Schleimhäute

  • Weniger Urin im Katzenklo oder sehr dunkler, konzentrierter Urin

  • Lethargie und Antriebslosigkeit

  • Verminderter Appetit

Ernste Warnzeichen:

  • Hautfaltentest: Zieht man die Haut am Nacken kurz vorsichtig hoch und sie springt nicht sofort zurück, ist das ein deutliches Zeichen für Dehydration

  • Starke Schwäche oder Taumeln

  • Erbrechen kombiniert mit Appetitlosigkeit

  • Kein Urin über mehr als 24 Stunden

Wenn Du eines der ernsteren Warnzeichen bemerkst, solltest Du nicht lange warten und Deine Katze tierärztlich untersuchen lassen. Dehydration kann bei Katzen schnell gefährlich werden.

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2. 7 Tricks, damit Deine Katze im Sommer mehr Wasser trinkt

Trick 1: Mehrere Wasserstellen in der Wohnung verteilen

Katzen trinken lieber, wenn das Wasser leicht erreichbar ist und zwar an verschiedenen Orten. Statt eines einzelnen Napfs neben dem Futternapf empfiehlt es sich, mehrere Wasserstellen in der Wohnung zu verteilen: im Flur, im Schlafzimmer, auf dem Balkon, auf der Fensterbank, im Garten.

Wichtig: Stelle den Wassernapf nicht direkt neben den Futternapf. In der Natur würden Katzen nie direkt neben ihrer Beute trinken, da stehendes Wasser in der Nähe von Fleisch oft verunreinigt ist. Dieser Instinkt ist bei Hauskatzen noch aktiv.

Trick 2: Einen Trinkbrunnen anschaffen – fließendes Wasser ist attraktiver

Viele Katzen bevorzugen fließendes Wasser. Das ist kein Zufall: In der Natur ist fließendes Wasser in der Regel frischer und sauberer als stehendes. Dieser Instinkt ist bei Katzen tief verwurzelt, weshalb viele Katzen lieber aus dem Wasserhahn trinken als aus dem Napf.

Ein Katzenbrunnen nutzt genau diesen Instinkt. Das Wasser bleibt durch die Bewegung besser mit Sauerstoff angereichert und kühler. Viele Katzenbesitzerinnen und -besitzer berichten, dass ihre Katze nach der Anschaffung eines Trinkbrunnens deutlich mehr Wasser aufnimmt.

Achte beim Kauf auf ein Modell, das leicht zu reinigen ist. Brunnen müssen regelmäßig gesäubert werden, damit sich keine Keime bilden.

Trick 3: Nassfutter in die Ernährung integrieren

Nassfutter enthält bis zu 80 Prozent Wasser und ist damit eine der effektivsten Methoden, um die Flüssigkeitsaufnahme Deiner Katze zu steigern. Falls Du Trockenfutter fütterst: Ersetze zumindest eine Mahlzeit pro Tag durch Nassfutter oder mische Nassfutter unter das Trockenfutter. Gerade im Sommer ist das eine sinnvolle Maßnahme, um die Flüssigkeitsbilanz Deiner Katze zu verbessern.

Alternativ kannst Du Trockenfutter auch einweichen: Einfach etwas lauwarmes Wasser darübergießen und kurz ziehen lassen. Viele Katzen nehmen das gut an und nehmen dabei automatisch mehr Flüssigkeit auf.

Trick 4: Wasser täglich frisch wechseln und Näpfe sauber halten

Katzen reagieren sehr empfindlich auf Gerüche und Geschmack. Stehendes Wasser, das schon älter ist, riecht für Katzen anders als frisches Wasser. Viele Katzen verweigern deshalb den Napf, wenn das Wasser nicht täglich gewechselt wird.

Zusätzlich sollten die Näpfe regelmäßig gereinigt werden. Biofilm, der sich auf der Innenseite des Napfs bildet, ist für Menschen kaum wahrnehmbar, für Katzen mit ihrer feinen Nase jedoch deutlich spürbar. Ein sauberer Napf mit frischem Wasser ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Deine Katze überhaupt trinkt.

Tipp: Verwende Keramik- oder Glasnäpfe statt Plastik. Plastik nimmt Gerüche auf und ist schwerer gründlich zu reinigen.

Trick 5: Das Wasser leicht mit Hühnerbrühe oder Thunfischwasser aromatisieren

Manchmal braucht es einen kleinen Anreiz, damit eine Katze überhaupt zum Napf geht. Eine bewährte Methode: Das Wasser leicht aromatisieren. Ein kleiner Schuss ungesalzene Hühnerbrühe oder das Wasser aus einer Dose Thunfisch (in Wasser, nicht in Öl) kann Wunder wirken.

Der Geruch macht das Wasser für Katzen attraktiver und viele Fellnasen, die sonst kaum trinken, nehmen aromatisiertes Wasser deutlich besser an. Wichtig: Verwende keine gesalzenen Brühen oder Produkte mit Zwiebeln und Knoblauch, da diese für Katzen giftig sind. Diese Methode eignet sich besonders gut für Katzen, die sehr wählerisch sind, oder als Überbrückung in besonders heißen Sommerphasen.

Trick 6: Eiswürfel ins Wasser geben – Abkühlung und Neugier in einem

Im Sommer ist kühles Wasser für Katzen besonders angenehm. Ein einfacher Trick: Gib ein oder zwei Eiswürfel in den Wassernapf. Das Wasser bleibt länger kühl und viele Katzen sind von den schwimmenden Eiswürfeln so fasziniert, dass sie neugierig ans Wasser herantreten und dabei automatisch trinken.

Katzen sind von Natur aus neugierige Tiere. Neue Reize, wie ein Eiswürfel, der sich langsam auflöst, können genau der Impuls sein, der eine Trinkmuffel-Katze dazu bringt, den Napf zu erkunden.

Du kannst auch spezielle Katzen-Eiswürfel herstellen: Einfach etwas Hühnerbrühe oder Thunfischwasser in Eiswürfelformen füllen und einfrieren. Das kombiniert Trick 5 und Trick 6 und ist besonders effektiv.

Trick 7: Wassernapf in der richtigen Größe und Form wählen

Die Form des Napfs spielt eine größere Rolle, als viele denken. Katzen haben sehr empfindliche Schnurrhaare, die sogenannten Vibrissen. Diese dienen als Tastorgan und reagieren auf Druck. Wenn ein Napf zu schmal oder zu tief ist, berühren die Schnurrhaare beim Trinken den Rand, das ist für viele Katzen unangenehm und führt dazu, dass sie den Napf meiden.

Die Lösung: Wähle breite, flache Näpfe, bei denen die Schnurrhaare beim Trinken nicht den Rand berühren. Viele Katzen trinken aus solchen Näpfen deutlich lieber.

Auch die Höhe der Näpfe kann eine Rolle spielen: Ältere Katzen oder Katzen mit Gelenkproblemen trinken lieber aus erhöhten Näpfen, da sie den Kopf nicht so weit nach unten strecken müssen. Ein kleiner Ständer oder ein erhöhter Napf kann hier den Unterschied machen.

Orange-weiße Langhaarkatze trinkt mit herausgestreckter Zunge aus einem sprudelnden Trinkbrunnen in einer Wohnung.
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Unser PANDA Tipp

Bereite Deiner Katze im Sommer eine kleine Trink-Oase: Stelle zwei oder drei Wasserstellen in der Wohnung auf, einen breiten Keramiknapf mit frischem Wasser, einen Trinkbrunnen und einen Napf mit leicht aromatisiertem Wasser (z. B. mit einem Schuss ungesalzener Hühnerbrühe). Wechsle das Wasser täglich und reinige die Näpfe regelmäßig. So machst Du es Deiner Katze so leicht wie möglich, ausreichend zu trinken, ganz ohne Stress und ohne, dass Du sie dazu überreden musst. Denn eine gut hydrierte Katze ist eine gesunde Katze.

Schlafendes getigertes Kätzchen liegt entspannt auf einem weichen braunen Kratzbaum und wirkt zufrieden und erholt.

Mehrere Wasserstellen, ein Trinkbrunnen, Nassfutter, frisches Wasser, aromatisierte Varianten, Eiswürfel und die Wahl der richtigen Näpfe. Diese sieben Maßnahmen sind einfach umzusetzen und können einen echten Unterschied machen. Probiere aus, was Deine Katze am liebsten mag. Jede Katze ist individuell, und manchmal braucht es etwas Geduld, bis man herausfindet, was am besten funktioniert.

Und falls Du trotz aller Maßnahmen das Gefühl hast, dass Deine Samtpfote zu wenig trinkt oder Anzeichen von Dehydration zeigt, zögere nicht, tierärztlichen Rat einzuholen. Denn gerade bei Nieren- und Harnwegserkrankungen gilt: Je früher, desto besser.

Damit Du im Ernstfall schnell handeln kannst, ohne lange über Kosten nachdenken zu müssen, ist eine Katzenkrankenversicherung von PANDA eine sinnvolle Absicherung. Unser hauseigenes Team an Tierärztinnen steht Dir dabei zur Seit, damit Deine Katze auch im Sommer bestmöglich versorgt ist.

Wir wünschen Dir und Deiner Fellnase einen sicheren, kühlen und gesunden Sommer.

© Fotocredits

Bilder in Reihenfolge von oben nach unten:
© ramustagram von Getty Images, Canva (canva.com)
© pixelshot, Canva (canva.com)
© guvo59 von pixabay, Canva (canva.com)

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