Loading...

10.04.2025

Katzenschnupfen: Alles, was Du wissen musst

Katzenschnupfen ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten bei Katzen und wird oft unterschätzt.

Was wie eine harmlose Erkältung beginnt, kann im schlimmsten Fall zu schweren chronischen Beschwerden oder sogar zum Tod führen. Besonders gefährdet sind Kitten, ältere Katzen und Tiere mit geschwächtem Immunsystem. In diesem Beitrag erfährst Du, wie Du Katzenschnupfen frühzeitig erkennst, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wie Du Deine Katze effektiv davor schützen kannst.

Eine Katze wird wegen Katzenschnupfen behandelt.

Katzenschnupfen ist keine einzelne Krankheit, sondern ein Symptomkomplex, der durch verschiedene Erreger ausgelöst wird – vor allem durch Viren wie Felines Herpesvirus (FHV-1) und Felines Calicivirus (FCV), aber auch durch Bakterien wie Chlamydien oder Bordetellen. Die Erreger greifen insbesondere die Schleimhäute der Augen, der Nase und des Rachens an.

Der Katzenschnupfen-Komplex ist hochansteckend und verbreitet sich durch direkten Kontakt (z. B. beim Beschnuppern oder Ablecken) sowie über Tröpfcheninfektion (z. B. durch Niesen) und kontaminierte Gegenstände wie Näpfe oder Spielzeug.

Deinen Beratungstermin vereinbaren

2. Was sind die Symptome von Katzenschnupfen?

Die Symptome variieren je nach Erreger und Allgemeinzustand der Katze. Häufig treten folgende Anzeichen auf:

  • Niesen und Nasenausfluss (klar bis eitrig)

  • Tränende, entzündete oder verklebte Augen

  • Appetitlosigkeit und Abgeschlagenheit

  • Fieber

  • Maulgeschwüre (vor allem bei FCV)

  • Husten oder Röcheln

  • Verkrustete Nasenlöcher durch Sekrete

  • Gewichtsverlust bei chronischem Verlauf

Gerade bei jungen Katzen kann Katzenschnupfen sehr schnell schwer verlaufen. Wenn DU eines oder mehrere dieser Symptome bemerkst, solltest Du unbedingt eine Tierärztin oder einen Tierarzt aufsuchen.

Eine Katze muss wegen Katzenschnupfen zum Tierarzt.

3. Wie kann Katzenschnupfen festgestellt werden?

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch:

  • Klinische Untersuchung (Auge, Nase, Maul, Temperatur)

  • Abstriche aus Nase, Rachen oder Augen

  • Laboruntersuchung (PCR-Test zur Identifikation des Erregers)

  • Bei chronischem Verlauf: Röntgen oder Endoskopie, um Folgeschäden auszuschließen

Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, um dauerhafte Schäden oder die Ansteckung anderer Katzen zu verhindern.

4. Behandlung: Das hilft bei Katzenschnupfen

Eine gezielte Behandlung richtet sich nach dem verursachenden Erreger und dem Schweregrad der Erkrankung:

  • Antibiotika gegen bakterielle Infektionen (z. B. bei Chlamydien oder Sekundärinfektionen)

  • Virostatika (z. B. Famciclovir) bei Herpesvirusinfektionen

  • Immunstimulanzien und Lysin-Präparate zur Unterstützung des Immunsystems

  • Augensalben oder -tropfen gegen Bindehautentzündung

  • Inhalationen mit Kochsalzlösung zur Erleichterung der Atmung

  • Flüssigkeitszufuhr bei Fieber und Futterverweigerung (ggf. Infusionen)

Zusätzlich wichtig: Ruhe, Wärme und Stressvermeidung! Unterstütze Deine Katze mit einem warmen, zugfreien Rückzugsort und viel Zuwendung.

Zu Deinem Angebot
Zu Deinem Angebot
Beliebte Artikel
Tabelle über die Leistungsübersicht der Katzenkrankenvollschutz Tarife
Zu Deinem Angebot

5. So beugst Du Katzenschnupfen effektiv vor!

Die gute Nachricht: Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie DU Deine Katze vor Katzenschnupfen schützen kannst:

Impfung

Die Grundimmunisierung ab der 8. Lebenswoche und regelmäßige Auffrischimpfungen sind der beste Schutz. Der Impfstoff schützt gegen FHV und FCV, teilweise auch gegen Chlamydien. Alles dazu findest Du in diesem Beitrag.

Hygiene

Desinfiziere regelmäßig Näpfe, Katzentoilette und Spielzeug – besonders wenn DU mehrere Katzen hast oder neue Katzen ins Zuhause kommen.

Stressreduktion

Stress schwächt das Immunsystem. Achte auf eine harmonische Umgebung, Rückzugsmöglichkeiten und ein stabiles soziales Umfeld für Deine Katze.

Kein Kontakt zu infizierten Tieren

Besonders bei Freigängern ist das schwer zu kontrollieren – hier hilft nur Impfschutz und ein starkes Immunsystem.

Eine kleine Katze leidet unter Katzenschnupfen.

6. Was passiert bei chronischem Katzenschnupfen?

Manche Katzen entwickeln nach einem akuten Infekt einen chronischen Katzenschnupfen, vor allem wenn das Virus im Körper verbleibt. Besonders das Herpesvirus neigt dazu, sich in den Nervenzellen „einzunisten“ und bei Stress erneut aktiv zu werden.

Typische Anzeichen eines chronischen Verlaufs:

  • Wiederkehrende Augenentzündungen

  • Chronischer Nasenausfluss

  • Verkrüppelung der Nasenmuscheln

  • Geruchsverlust

  • Schluckbeschwerden durch chronische Rachenentzündung

Hier ist eine dauerhafte symptomatische Behandlung nötig – z. B. regelmäßige Inhalationen, Antibiotikatherapien bei bakteriellen Sekundärinfektionen und immunstärkende Maßnahmen.

Unser PANDA Tipp

Wenn Du eine neue Katze adoptierst oder Deine Katze draußen Kontakt zu anderen Tieren hat, solltest Du regelmäßig Impfungen und Check-ups durchführen lassen. Gerade bei Kitten und Senioren ist ein starkes Immunsystem der beste Schutz gegen Katzenschnupfen. Lass Dich von Deiner Tierärztin oder Deinem Tierarzt beraten, ob eine zusätzliche Unterstützung durch Lysin oder Immunpräparate sinnvoll ist – insbesondere in der kalten Jahreszeit oder bei Stressphasen wie Umzügen.

Eine Katze hat Katzenschnupfen und muss vom Tierarzt behandelt werden.

7. Häufige Fragen zu Katzenschnupfen

Kann Katzenschnupfen auch auf Menschen übertragen werden?

Nein, Katzenschnupfen ist nicht zoonotisch, also nicht auf den Menschen übertragbar. Allerdings ist er hochansteckend unter Katzen, besonders in Mehrkatzenhaushalten oder Tierheimen.

Wie lange dauert ein Katzenschnupfen?

Ein akuter Katzenschnupfen dauert bei richtiger Behandlung meist 7–14 Tage. Bei chronischem Verlauf kann er jedoch immer wieder ausbrechen, oft ein Leben lang.

Kann meine Katze trotz Impfung Katzenschnupfen bekommen?

Ja, denn die Impfung schützt nicht vollständig vor einer Infektion, mildert aber in der Regel den Verlauf und verhindert schwere Komplikationen.

Wie gefährlich ist Katzenschnupfen für Kitten?

Sehr gefährlich! Kitten haben ein noch nicht ausgereiftes Immunsystem. Unbehandelter Katzenschnupfen kann bei ihnen schnell lebensbedrohlich werden.

Sollte ich eine schnupfende Katze isolieren?

Ja, besonders wenn Du mehrere Katzen hast, ist es wichtig, das kranke Tier separat zu halten, um eine Ansteckung zu verhindern. Achte auf gute Hygiene und gründliches Händewaschen.

Infobox

Sollte Deine Katze und zum Tierarzt müssen, musst Du Dir neben den Sorgen um das geliebte Tier dann möglicherweise auch Gedanken um die Tierarztrechnung machen. Solltest Du lieber vorsorgen wollen, empfehlen wir Dir einen unserer Krankenvollschutztarife. Schau Dir unsere Angebote gerne an, sicherlich ist auch für Dich und Deinen Vierbeiner etwas dabei! Mit einer Krankenvollschutzversicherung kannst Du Dich im Notfall voll und ganz auf Deine Katze konzentrieren ohne Dich mit den anfallenden Kosten beschäftigen zu müssen.

Katzenschnupfen ist mehr als nur eine harmlose Erkältung. Er kann chronisch werden und das Leben Deiner Katze nachhaltig beeinträchtigen. Je früher Du die Symptome erkennst und behandelst, desto besser sind die Heilungschancen. Mit einem starken Immunsystem, einer sauberen Umgebung und einer aktuellen Impfung ist Deine Katze gut geschützt.

© Fotocredits

Bilder in Reihenfolge von oben nach unten:
© dotshock, Canva (canva.com)
© Syda Productions, Canva (canva.com)
©  vickypawprince von pixabay, Canva (canva.com)
© Elnur, Canva (canva.com)

Das könnte Dich auch interessieren

Zu Deinem Angebot

Beliebte Artikel

Beliebte Themen

Nach oben