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02.07.2025

Harnwegserkrankungen beim Hund: Wenn Pinkeln zur Qual wird

Harnwegserkrankungen beim Hund gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen, die Tierbesitzer vor Herausforderungen stellen.

Ob Blasenentzündung, Blasensteine oder chronische Nierenerkrankungen, Störungen im Harntrakt können nicht nur sehr schmerzhaft für Deinen Hund sein, sondern im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden. In diesem Blog erfährst Du alles Wichtige über die häufigsten Harnwegserkrankungen beim Hund, ihre Ursachen, typische Symptome und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Außerdem bekommst Du wertvolle Tipps, wie Du Harnwegserkrankungen bei Deinem Hund vorbeugen kannst.

Ein Hund wird auf eine Blasenentzündung untersucht.

Bakterielle Blasenentzündung (Zystitis)

Die häufigste Ursache für Harnwegserkrankungen beim Hund ist die bakterielle Blasenentzündung, auch Zystitis genannt. Sie entsteht oft durch aufsteigende Bakterien, die über die Harnröhre in die Blase gelangen. Besonders Hündinnen sind aufgrund ihrer kürzeren Harnröhre gefährdet.

Blasensteine und Harngrieß

Mineralische Ablagerungen, sogenannte Urolithen (Blasensteine), können sich in der Blase oder den Harnwegen bilden. Häufig betroffen sind Rassen wie Dalmatiner, Zwergschnauzer oder Bulldoggen. Blasensteine reizen die Blasenwand, können Entzündungen verursachen und im schlimmsten Fall den Harnabfluss blockieren.

Anatomische Fehlbildungen & Tumore

Manche Hunde leiden von Geburt an unter Missbildungen der Harnwege oder entwickeln im Alter Tumore der Blase oder Harnröhre, die Harnwegsprobleme hervorrufen können.

Systemische Erkrankungen

Hormonelle Erkrankungen wie Cushing-Syndrom oder Diabetes mellitus können das Risiko für Harnwegsinfekte erhöhen, weil sie das Immunsystem schwächen oder den Zuckergehalt im Urin erhöhen – ein idealer Nährboden für Bakterien.

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2. So erkennst Du Harnwegserkrankungen beim Hund

Hunde zeigen bei Harnwegserkrankungen typische Symptome, die Du ernst nehmen solltest:

  • Häufiger Harndrang bei gleichzeitig geringen Urinmengen

  • Schmerzen oder jaulendes Winseln beim Wasserlassen

  • Blut im Urin (Hämaturie)

  • Unsauberkeit im Haus

  • Unangenehm riechender Urin

  • In schweren Fällen: Fieber, Apathie oder sogar vollständiger Harnverhalt – ein Notfall!

Ein Hund muss aufgrund eines Harnweginfekts zum Tierarzt.

3. Wie erkennt der Tierarzt Harnwegserkrankungen beim Hund?

Bei Verdacht auf eine Harnwegserkrankung wird Dein Tierarzt eine umfassende Untersuchung durchführen. Dazu gehören:

  • Allgemeine klinische Untersuchung: Abtasten der Blase, Beurteilung der Vitalwerte.

  • Urinanalyse: Teststreifen, Sedimentuntersuchung, Bakterienkulturen.

  • Blutuntersuchung: Gibt Hinweise auf Nierenbeteiligung oder systemische Erkrankungen.

  • Bildgebung: Ultraschall oder Röntgen zur Darstellung von Blasensteinen, Tumoren oder Fehlbildungen.

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4. Welche Therapien helfen bei Harnwegserkrankungen beim Hund?

Antibiotikatherapie

Bei bakteriellen Infektionen ist ein gezieltes Antibiotikum nach Antibiogramm nötig. Eine zu kurze oder falsche Behandlung kann zur Chronifizierung führen.

Schmerzmanagement

Schmerzmittel wie Metamizol oder NSAIDs sind oft unerlässlich, um Deinem Hund Linderung zu verschaffen.

Auflösen oder Entfernen von Blasensteinen

Je nach Steinsorte können Diäten helfen, Steine aufzulösen. Bei größeren Steinen oder Verstopfungen ist oft eine Operation (Zystotomie) nötig.

Behandlung von Grunderkrankungen

Liegt eine hormonelle Erkrankung oder ein Tumor vor, muss diese gezielt behandelt werden, um eine erneute Harnwegserkrankung zu verhindern.

Ein Hund hat Schmerzen beim Pinkeln.

5. Wie kannst Du Deinen Hund vor Harnwegserkrankungen schützen?

  • Biete Deinem Hund stets frisches Wasser an, um die Urinproduktion zu fördern.

  • Sorge für regelmäßige Gassigänge, damit die Blase nicht zu lange gefüllt bleibt.

  • Achte auf Hygiene im Genitalbereich, besonders bei langhaarigen Hunden.

  • Lasse Deinen Hund regelmäßig tierärztlich untersuchen, vor allem bei Rassen mit erhöhtem Risiko.

  • Bei bekanntem Risiko für Blasensteine kann eine spezielle Diät helfen, die Steinbildung zu verhindern.

Unser PANDA Tipp

Viele Hunde trinken zu wenig, besonders im Winter oder bei Trockenfutterfütterung. Ein Trinkbrunnen kann Deinen Hund animieren, mehr zu trinken und damit die Blase regelmäßig durchzuspülen. Weniger Stress im Alltag hilft ebenfalls, weil Stress das Immunsystem schwächen und Harnwegsinfektionen begünstigen kann.

Ein Hund wird vom Tierarzt untersucht, ob er eine Blasenentzündung hat.

Infobox

Sollte Dein Hund aufgrund einer Harnwegserkrankung zum Tierarzt müssen, musst Du Dir neben den Sorgen um das geliebte Tier dann möglicherweise auch Gedanken um die Tierarztrechnung machen. Solltest Du lieber vorsorgen wollen, empfehlen wir Dir einen unserer Krankenvollschutztarife. Schau Dir unsere Angebote gerne an, sicherlich ist auch für Dich und Deinen Vierbeiner etwas dabei! Mit einer passenden Krankenversicherung kannst Du Dich im Notfall voll und ganz auf Deinen Hund konzentrieren ohne Dich mit den anfallenden Kosten beschäftigen zu müssen.

Harnwegserkrankungen beim Hund sind nicht nur schmerzhaft, sondern können unbehandelt ernste Folgen haben. Deshalb solltest Du bei den ersten Anzeichen nicht zögern und Deinen Tierarzt aufsuchen. Mit einer rechtzeitigen Behandlung und präventiven Maßnahmen kannst Du Deinem Vierbeiner viel Leid ersparen und seine Lebensqualität langfristig sichern. Denke immer daran: Eine gesunde Blase ist ein Schlüssel zu einem glücklichen Hundeleben!

© Fotocredits

Bilder in Reihenfolge von oben nach unten:
© annastills, Canva (canva.com)
© DusanManic von Getty Images Signature, Canva (canva.com)
© Elouisa Georgiou von Elouisa Georgiou – Contributor, Canva (canva.com)
© Prostock-studio, Canva (canva.com)

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