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27.06.2025

Harnwegserkrankungen bei Katzen: Wenn Pipi machen weh tut

Wenn Deine Katze plötzlich ständig aufs Klo rennt, maunzt, wenn sie Urin absetzt, oder gar Blut im Urin zu sehen ist, steckt oft eine Erkrankung der unteren Harnwege dahinter, die sogenannte Feline Lower Urinary Tract Disease (FLUTD).

Diese Erkrankung ist ein Sammelbegriff für verschiedene Störungen, die zu Schmerzen, Entzündungen oder sogar lebensbedrohlichen Blockaden führen können. Besonders gefährlich: Katzen sind Meister darin, Schmerzen zu verbergen. Deshalb ist es wichtig, dass Du die Anzeichen kennst und schnell handelst.

Eine Katze geht aufs Katzenklo, weil sie Harnprobleme hat.

FLUTD (Feline Lower Urinary Tract Disease) beschreibt eine Gruppe von Erkrankungen der unteren Harnwege der Katze. Dazu gehören:

  • Feline idiopathische Zystitis (FIC): Entzündung der Blase ohne erkennbare Ursache, häufig stressbedingt.

  • Urolithiasis: Bildung von Harnsteinen, die Blase oder Harnröhre reizen oder blockieren.

  • Urethra-Obstruktion: Harnröhrenverschluss, v.a. bei Katern lebensbedrohlich.

  • Bakterielle Harnwegsinfektionen: selten bei jungen Katzen, häufiger bei älteren oder immungeschwächten Tieren.

  • Anatomische Fehlbildungen oder Tumoren: selten, aber möglich.

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2. Was sind die Ursachen von Harnwegserkrankungen bei Katzen?

Die Gründe für FLUTD sind vielfältig und oft multifaktoriell:

  • Stress: Umzüge, neue Haustiere oder Familienmitglieder können Blasenentzündungen auslösen.

  • Futter: Ein hoher Magnesium- und Phosphatgehalt kann Struvitsteine fördern.

  • Wassermangel: Katzen trinken oft zu wenig. Konzentrierter Urin fördert Kristallbildung.

  • Übergewicht: Bewegungsmangel erhöht das Risiko.

  • Alter & Geschlecht: Kater sind aufgrund ihrer engen, langen Harnröhre besonders gefährdet.

Eine Katze hat Schmerzen beim Harn absetzen.

3. Was sind die Symptome bei Harnwegserkrankungen bei der Katze?

Sei aufmerksam, wenn Deine Katze eines oder mehrere dieser Anzeichen zeigt:

  • Häufiges oder erfolgloses Urinieren

  • Maunzen oder Unruhe beim Pinkeln

  • Blut im Urin (rötlicher Urin)

  • Urinieren außerhalb der Katzentoilette

  • Übermäßiges Lecken des Genitalbereichs

  • Teilnahmslosigkeit, Appetitlosigkeit

Achtung: Kann Deine Katze keinen Urin mehr absetzen, ist das ein NOTFALL! Innerhalb weniger Stunden kann es zu einem Nierenversagen kommen. Du musst sofort zum Tierarzt.

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4. Wie kann der Tierarzt FLUTD diagnostizieren?

Der Tierarzt wird:

  • Eine ausführliche Anamnese aufnehmen (Ernährung, Stressfaktoren, Verhalten).

  • Eine klinische Untersuchung durchführen (Bauch abtasten: ist die Blase prall?).

  • Urin untersuchen (pH-Wert, Kristalle, Blut, Entzündungszellen, Bakterien).

  • Bildgebende Verfahren einsetzen (Ultraschall oder Röntgen) zur Diagnose von Steinen oder anatomischen Veränderungen.

Eine Katze wird aufgrund von Harnwegsproblemen vom Tierarzt untersucht.

Unser PANDA Tipp

Viele Katzen trinken und pinkeln zu wenig, weil sie ihr Katzenklo nicht mögen. Achte auf:

  • Sauberkeit: 1x täglich reinigen.
  • Anzahl: 1 Toilette pro Katze + 1 extra.
  • Standort: Ruhig und jederzeit zugänglich.
  • Größe: Das Klo sollte mindestens 1,5x so lang sein wie Deine Katze.
  • Streu: Fein und geruchsarm wird oft besser akzeptiert.

So hilfst Du Deiner Katze, häufiger zu urinieren, ein einfacher, aber effektiver Beitrag zur Harnwegsgesundheit!

5. Wie kann man FLUTD behandeln?

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache:

Idiopathische Zystitis (FIC)

  • Stressreduktion: Rückzugsorte, ruhige Umgebung, Pheromon-Sprays.

  • Schmerztherapie: z.B. Buprenorphin.

  • Förderung der Wasseraufnahme: Nassfutter, Trinkbrunnen.

Harnsteine

  • Spezielle Diäten, die Steine auflösen oder deren Neubildung verhindern.

  • Operative Entfernung bei Steinen, die nicht lösbar sind.

Harnröhrenverschluss

  • Sofortige Notfallbehandlung mit Katheterisierung und Infusionstherapie.

Bakterielle Infektionen

  • Antibiotikatherapie nach Resistenztest.

Eine Katze ist an FLUTD erkrankt.

6. Wie kannst Du Deine Katze vor Harnwegserkrankungen schützen?

  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Stelle mehrere Trinkstellen auf, biete Trinkbrunnen an, füttere Nassfutter.

  • Optimales Gewicht: Übergewicht vermeiden, Bewegung fördern.

  • Stressmanagement: Routine einhalten, Veränderungen schrittweise gestalten.

  • Artgerechtes Futter: Hochwertiges Katzenfutter mit angepasstem Mineralstoffgehalt.

  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen: Frühzeitige Erkennung ist entscheidend.

Infobox

Sollte Deine Katze aufgrund einer Harnwegserkrankung zum Tierarzt müssen, musst Du Dir neben den Sorgen um das geliebte Tier dann möglicherweise auch Gedanken um die Tierarztrechnung machen. Solltest Du lieber vorsorgen wollen, empfehlen wir Dir einen unserer Krankenvollschutztarife. Schau Dir unsere Angebote gerne an, sicherlich ist auch für Dich und Deinen Vierbeiner etwas dabei! Mit einer Krankenversicherung für Katzen kannst Du Dich im Notfall voll und ganz auf Deine Katze konzentrieren ohne Dich mit den anfallenden Kosten beschäftigen zu müssen.

Harnwegserkrankungen bei Katzen sind nicht nur schmerzhaft, sondern können schnell lebensbedrohlich werden. Indem Du die Symptome kennst, rechtzeitig den Tierarzt aufsuchst und auf eine gesunde Ernährung sowie ein stressfreies Umfeld achtest, kannst Du Deiner Katze viel Leid ersparen. Mit Deiner Aufmerksamkeit und dem richtigen Management bleibt Deine Samtpfote lange gesund und glücklich.

© Fotocredits

Bilder in Reihenfolge von oben nach unten:
© Aidada Makhmudova, Canva (canva.com)
© pixelshot, Canva (canva.com)
© Elnur, Canva (canva.com)
© elenaleonova von Getty Images Signature, Canva (canva.com)

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