31.07.2025
Fellpflege beim Hund: Wie wichtig ist sie wirklich?

Die Fellpflege beim Hund spielt eine entscheidende Rolle für die Hautgesundheit, schützt vor Parasiten, reguliert die Körpertemperatur und fördert die Bindung zwischen Mensch und Tier.
Doch wie oft solltest Du Deinen Hund bürsten? Welche Produkte sind sinnvoll? Und welche Rolle spielt die Felllänge? In diesem Blog erfährst Du alles, was Du über die richtige Fellpflege beim Hund wissen musst.
Inhaltsverzeichnis
- 1 1. Warum ist Fellpflege beim Hund so wichtig?
- 2 2. Unterschiedliche Felltypen und die richtige Pflege
- 3 3. Was tun bei verfilztem Fell beim Hund?
- 4 4. So pflegst Du das Hundefell richtig
- 5 5. Waschen, Schneiden, Pflegen – Was ist zu viel?
- 6 6. Welche Produkte benötigst Du für die Fellpflege beim Hund?
- 7 7. Stärkt Fellpflege die Bindung zwischen Mensch und Hund?
- 8 © Fotocredits
Inhaltsverzeichnis
- 1 1. Warum ist Fellpflege beim Hund so wichtig?
- 2 2. Unterschiedliche Felltypen und die richtige Pflege
- 3 3. Was tun bei verfilztem Fell beim Hund?
- 4 4. So pflegst Du das Hundefell richtig
- 5 5. Waschen, Schneiden, Pflegen – Was ist zu viel?
- 6 6. Welche Produkte benötigst Du für die Fellpflege beim Hund?
- 7 7. Stärkt Fellpflege die Bindung zwischen Mensch und Hund?
- 8 © Fotocredits
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1. Warum ist Fellpflege beim Hund so wichtig?
1. Schutzfunktion des Fells
Das Fell schützt Deinen Hund vor äußeren Einflüssen wie UV-Strahlung, Kälte, Nässe und mechanischen Verletzungen. Ein ungepflegtes Fell kann seine Schutzfunktion verlieren und das Risiko für Hautirritationen oder Infektionen steigt.
2. Hautgesundheit erhalten
Durch regelmäßiges Bürsten wird abgestorbenes Haar entfernt, die Hautdurchblutung gefördert und die Talgverteilung im Fell optimiert. Dies verhindert Schuppenbildung, trockene Haut oder Juckreiz, die häufige Ursachen für übermäßiges Kratzen oder Lecken darstellen.
3. Parasiten frühzeitig erkennen
Ein weiterer Vorteil der regelmäßigen Fellpflege bei Hunden ist die frühzeitige Erkennung von Flöhen, Zecken oder Milben. So kannst Du schnell reagieren, bevor sich Parasiten ausbreiten und Krankheiten verursachen (siehe auch unseren Beitrag „Hautprobleme bei Hunden„).
4. Fellwechsel unterstützen
Zweimal im Jahr verlieren Hunde besonders viele Haare im Frühjahr und Herbst. Durch tägliches Bürsten während dieser Zeit verhinderst Du, dass sich lose Haare verfilzen oder sich auf Deinem Sofa sammeln. Du unterstützt so den natürlichen Fellwechsel und erleichterst Deinem Hund die Umstellung.
2. Unterschiedliche Felltypen und die richtige Pflege
Kurzhaarige Hunde
Hunderassen wie der Dobermann oder Labrador Retriever haben ein kurzes, dichtes Fell. Hier reicht es meist, das Fell 1-2 Mal pro Woche zu bürsten, um Schmutz und abgestorbene Haare zu entfernen. Verwende eine Gummibürste oder einen Noppenhandschuh für die Massagewirkung.
Langhaarige Hunde
Hunde mit langem oder seidigem Fell wie der Golden Retriever oder Havaneser benötigen tägliche Pflege, um Verfilzungen zu vermeiden. Besonders an den Ohren, in den Achseln und am Bauch bilden sich schnell Knoten. Hier sind Entfilzungskämme und Unterwollbürsten hilfreich.
Rauhaarige Hunde
Diese Rassen, z. B. Schnauzer oder Drahthaar-Foxterrier, müssen regelmäßig getrimmt werden. Trimmen ist eine spezielle Technik, bei der abgestorbene Haare mit der Hand oder einem Trimmmesser ausgezupft werden. Das ist wichtig für Hautgesundheit und Fellstruktur.
Nackthunde
Auch haarlose Hunde wie der Chinese Crested brauchen Pflege! Ihre Haut ist empfindlich gegenüber Sonne und Umwelteinflüssen. Sonnenschutz und regelmäßige Feuchtigkeitscremes sind hier essenziell.

3. Was tun bei verfilztem Fell beim Hund?
Verfilzungen sehen nicht nur unschön aus, sie sind auch schmerzhaft und gefährlich. Unter verfilztem Fell kann sich Feuchtigkeit stauen, was Hautpilze, Ekzeme und Parasiten begünstigt. Zudem kann die Luft nicht mehr richtig zirkulieren, was zu Hitzestau und Hautentzündungen führt. Bei schweren Fällen bleibt nur noch der Gang zum Hundefriseur oder im Extremfall der Tierarztbesuch.
4. So pflegst Du das Hundefell richtig
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Hund vorbereiten: Suche einen ruhigen Ort, an dem sich Dein Hund wohlfühlt. Lobe ihn und halte Leckerli bereit.
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Passendes Werkzeug wählen: Je nach Felltyp brauchst Du Bürste, Kamm, Entfilzer oder Trimmer.
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Fell inspizieren: Achte auf Knoten, Rötungen oder Schädlinge.
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Bürsten: Beginne an weniger empfindlichen Stellen wie Rücken oder Flanken. Arbeite Dich sanft Richtung Bauch, Beine und Gesicht.
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Nachpflege: Kontrolliere Ohren, Pfoten und Krallen. Bei Bedarf kannst Du Fellöl oder Fellpflegesprays verwenden.

5. Waschen, Schneiden, Pflegen – Was ist zu viel?
Wie oft darf ein Hund gebadet werden?
So wenig wie möglich, so oft wie nötig. Ein Bad alle 6-12 Wochen ist meist ausreichend. Verwende ausschließlich pH-neutrale Hundeshampoos, da Menschenshampoo die Hundehaut austrocknet.
Sollte man das Hundefell schneiden?
Nicht jede Rasse braucht einen Haarschnitt, im Gegenteil! Bei manchen Rassen dient das Deckhaar als natürlicher Schutz. Schneiden ist nur bei bestimmten Hunderassen (z. B. Pudel oder Malteser) notwendig oder bei medizinischer Indikation (z. B. Wundversorgung).
6. Welche Produkte benötigst Du für die Fellpflege beim Hund?
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Bürsten und Kämme: Je nach Felltyp Borstenbürste, Unterwollkamm, Slicker Brush
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Shampoos und Conditioner: Spezielle Hundeshampoos mit Aloe Vera, Kamille oder Teebaumöl
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Pflegesprays: Für Glanz, Kämmbarkeit und Schutz vor Umwelteinflüssen
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Trimmmesser & Entfilzer: Für Spezialpflege bei rau- oder langhaarigen Rassen
Unser PANDA Tipp
Gewöhne Deinen Hund schon im Welpenalter an regelmäßiges Bürsten. So wird Fellpflege zur Routine und nicht zum Stressfaktor. Arbeite mit positiver Verstärkung, Lob und Leckerli wirken Wunder! Bei älteren Hunden kannst Du die Pflegezeit mit kleinen Massageeinheiten verbinden, das fördert nicht nur die Durchblutung, sondern sorgt auch für seelisches Wohlbefinden.
7. Stärkt Fellpflege die Bindung zwischen Mensch und Hund?
Fellpflege ist nicht nur eine hygienische Notwendigkeit, sie ist auch eine Form der Zuneigung. Viele Hunde genießen die Berührung, entspannen sich beim Bürsten und verbinden damit positive Erfahrungen. So stärkst Du das Vertrauen und Deine Bindung zum Tier.

Infobox
Sollte Dein Hund aufgrund von einer Krankheit zum Tierarzt müssen, musst Du Dir neben den Sorgen um das geliebte Tier dann möglicherweise auch Gedanken um die Tierarztrechnung machen. Solltest Du lieber vorsorgen wollen, empfehlen wir Dir einen unserer Krankenvollschutztarife. Schau Dir unsere Angebote gerne an, sicherlich ist auch für Dich und Deinen Vierbeiner etwas dabei! Mit einer Krankenversicherung für Hunde kannst Du Dich im Notfall voll und ganz auf Deinen Hund konzentrieren ohne Dich mit den anfallenden Kosten beschäftigen zu müssen.
Ob kurzhaarig, langhaarig oder ganz ohne Fell, jede Hunderasse braucht regelmäßige Fellpflege. Sie ist weit mehr als ein kosmetisches Thema: Sie schützt vor Krankheiten, fördert die Gesundheit und vertieft die Beziehung zwischen Hund und Halter. Mit dem richtigen Wissen, passenden Werkzeugen und etwas Geduld wird die Fellpflege zur wertvollen Wohlfühlzeit für Deinen Vierbeiner und für Dich.
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Bilder in Reihenfolge von oben nach unten:
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