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09.07.2025

Analdrüsenprobleme beim Hund: Was tun, wenn’s juckt?

Hat Dein Hund schon mal seinen Po über den Boden gerieben? Dieses sogenannte „Schlittenfahren“ ist kein lustiger Anblick, sondern kann ein deutliches Anzeichen für Analdrüsenprobleme beim Hund sein.

Viele HundehalterInnen kennen die typischen Symptome, wissen jedoch nicht, wie ernst solche Beschwerden werden können. Unbehandelt führen sie zu starken Schmerzen, Entzündungen und sogar Abszessen. In diesem Blog erfährst Du alles Wichtige rund um das Thema: Welche Symptome auf eine Erkrankung der Analdrüsen hindeuten, wie eine tierärztliche Behandlung abläuft und wie Du solchen Problemen effektiv vorbeugen kannst. Damit sorgst Du nicht nur für das Wohlbefinden Deines Lieblings, sondern auch für mehr Hygiene und Gesundheit im Alltag.

Ein Hund muss wegen Analdrüsenproblemen zum Tierarzt.

Die Analdrüsen (auch Analbeutel genannt) sind zwei kleine Drüsen, die sich links und rechts des Afters unterhalb der Haut befinden. Sie produzieren ein stark riechendes Sekret, das beim Kotabsatz freigesetzt wird und unter anderem der Reviermarkierung dient. Bei gesunden Hunden entleeren sich die Analdrüsen automatisch. Kommt es jedoch zu einer Stauung oder Verstopfung, kann das Sekret nicht mehr abfließen, das ist nicht nur unangenehm, sondern kann ernsthafte Gesundheitsprobleme verursachen.

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2. Wie erkennst du Symptome für Analdrüsenprobleme beim Hund?

Früherkennung ist entscheidend. Je schneller Du die Symptome erkennst, desto eher kannst Du Deinem Vierbeiner helfen.

1. Schlittenfahren: Wenn sich der Hund am Boden reibt

Das auffälligste Symptom ist das berühmte „Schlittenfahren“: Der Hund rutscht mit dem Hinterteil über den Boden, um sich Erleichterung zu verschaffen.

2. Häufiges Lecken oder Knabbern am After

Leckt oder beißt sich Dein Hund oft am hinteren Körperbereich? Das deutet auf Juckreiz oder Schmerzen hin, ausgelöst durch eine Reizung oder Entzündung der Analdrüsen.

3. Schmerz beim Kotabsatz

Ein weiteres Warnsignal ist auffälliges Verhalten beim Kotabsatz: Winseln, Verweigerung des Stuhlgangs oder auffällige Hockhaltung können auf verstopfte Analdrüsen hinweisen.

4. Übler Geruch aus dem Afterbereich

Das Analdrüsensekret hat einen penetranten, fischigen Geruch. Wenn dieser dauerhaft wahrnehmbar ist, liegt oft eine Stauung oder sogar ein Analdrüsenabszess vor.

5. Sichtbare Schwellung oder Rötung am After

In fortgeschrittenen Fällen ist der Bereich um den After deutlich gerötet, geschwollen oder sogar eitrig entzündet. Hier ist eine sofortige tierärztliche Behandlung nötig.

Ein Hund hat eine Analdrüsenentzündung.

3. Was sind die Ursachen für Analdrüsenprobleme beim Hund?

Die häufigsten Gründe für eine Analdrüsenverstopfung oder -entzündung sind:

  • Weicher Kot oder Durchfall, bei dem die natürliche Entleerung der Drüsen ausbleibt

  • Übergewicht, das Druckverhältnisse im Afterbereich verändert

  • Anatomische Besonderheiten, etwa enge Ausführungsgänge

  • Hormonelle Veränderungen, z.B. bei nicht kastrierten Tieren

  • Futtermittelunverträglichkeiten oder Allergien, die Entzündungsprozesse fördern

Besonders häufig betroffen sind kleine Rassen wie der Dackel, Chihuahua oder Shih Tzu, aber auch größere Hunde können unter Analdrüsenproblemen leiden.

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4. Was tun, wenn’s juckt?

1. Manuelle Entleerung beim Tierarzt oder Tierheilpraktiker

Der erste Schritt ist meist die manuelle Entleerung der Drüsen, durchgeführt durch Fachpersonal. Dies sollte niemals auf eigene Faust geschehen, da unsachgemäße Entleerung Schmerzen verursachen und zu Verletzungen führen kann.

2. Behandlung bei Entzündung oder Abszess

Liegt bereits eine Analdrüsenentzündung (Analbeutelentzündung) oder ein Abszess vor, kommen folgende Maßnahmen zum Einsatz:

  • Spülung der Drüsen mit antiseptischen Lösungen

  • Antibiotika (lokal oder systemisch)

  • Schmerzmittel zur Linderung

  • In schweren Fällen kann eine chirurgische Öffnung oder Entfernung der Drüsen nötig sein.

3. Diätetische und medizinische Unterstützung

Bei chronischen Problemen helfen spezielle Diäten mit hohem Rohfaseranteil, um die Kotkonsistenz zu verbessern. Auch homöopathische oder phytotherapeutische Mittel können unterstützend eingesetzt werden, jedoch immer in Absprache mit dem Tierarzt oder Tierheilpraktiker.

Ein Hund gibt seine Pfote einem Tierarzt.

5. Wie kannst Du Analdrüsenprobleme beim Hund vorbeugen?

1. Gesunde, ballaststoffreiche Ernährung

Ein gut geformter Kot sorgt für natürlichen Druck auf die Analdrüsen beim Stuhlgang. Eine artgerechte, ballaststoffreiche Ernährung (z. B. durch Flohsamenschalen, Gemüseflocken oder spezielle Ergänzungsfuttermittel) ist eine der wirksamsten Präventionsmaßnahmen.

2. Ausreichend Bewegung

Bewegung regt nicht nur die Verdauung an, sondern hilft auch beim natürlichen Entleeren der Drüsen. Übergewicht sollte vermieden werden, da es den Druck im Beckenbereich verändert.

3. Regelmäßige Kotbeobachtung

Wechselnde Kotkonsistenz oder häufige Durchfälle sollten immer ernst genommen werden. Eine regelmäßige Kotbeobachtung kann helfen, Analdrüsenprobleme frühzeitig zu erkennen.

4. Tierärztliche Kontrolle bei Risikopatienten

Hunde, die wiederholt Probleme mit den Analdrüsen haben, sollten in regelmäßigen Abständen tierärztlich untersucht werden. So lassen sich Entzündungen oder Stauungen vermeiden, bevor sie zu einem ernsten Problem werden.

Unser PANDA Tipp

Wusstest Du, dass die Darmgesundheit einen direkten Einfluss auf die Funktion der Analdrüsen hat? Probiotika unterstützen eine stabile Darmflora, fördern die Kotqualität und tragen damit indirekt zur Entleerung der Analbeutel bei. Besonders nach Antibiotikagaben oder bei sensiblen Hunden ist der gezielte Aufbau der Darmflora mit natürlichen Präparaten empfehlenswert. Frag Deinen Tierarzt, welche Produkte für Deinen Hund sinnvoll sind.

Ein Hund wird vom Tierarzt untersucht, ob er eine Analbeutelentzündung hat.

Infobox

Sollte Dein Hund aufgrund von Analdrüsenproblemen zum Tierarzt müssen, musst Du Dir neben den Sorgen um das geliebte Tier dann möglicherweise auch Gedanken um die Tierarztrechnung machen. Solltest Du lieber vorsorgen wollen, empfehlen wir Dir einen unserer Krankenvollschutztarife. Schau Dir unsere Angebote gerne an, sicherlich ist auch für Dich und Deinen Vierbeiner etwas dabei! Mit einer Krankenversicherung für Hunde kannst Du Dich im Notfall voll und ganz auf Deinen Hund konzentrieren ohne Dich mit den anfallenden Kosten beschäftigen zu müssen.

Analdrüsenprobleme beim Hund sind weit verbreitet, aber mit etwas Aufmerksamkeit, der richtigen Ernährung und gezielter Prophylaxe lassen sie sich gut behandeln und oft auch vermeiden. Reagierst Du frühzeitig auf erste Symptome wie das „Schlittenfahren“ oder häufiges Lecken am After, kannst Du Deinem Vierbeiner viel Leid ersparen. Bei wiederkehrenden Beschwerden solltest Du eine dauerhafte Lösung mit Deiner Tierärztin oder Deinem Tierarzt besprechen. Ob durch Diätanpassung, regelmäßige Entleerung oder gezielte Zusatzfuttermittel, gemeinsam findet Ihr die beste Strategie für Deinen Hund.

© Fotocredits

Bilder in Reihenfolge von oben nach unten:
© igorr1 von Getty Images, Canva (canva.com)
© DragonImages, Canva (canva.com)
© yacobchuk von Getty Images Pro, Canva (canva.com)
© Albina Gavrilovic von Getty Images Pro, Canva (canva.com)

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