Alles rund um die Katzenmama: Katzengeburt
Eine Katzengeburt ist ein beeindruckendes, aber auch sensibles Ereignis.
Wenn Deine Katze trächtig ist, möchtest Du sie selbstverständlich bestmöglich unterstützen und gleichzeitig vorbereitet sein, falls unerwartete Situationen auftreten. In diesem Beitrag erfährst Du alles Wichtige rund um die Katzenmama, die Trächtigkeit und den Geburtsablauf. Außerdem lernst du typische Anzeichen, mögliche Komplikationen und wertvolle Tipps, mit denen Du Deiner Katze in dieser besonderen Zeit zur Seite stehen kannst.

1. Die wichtigsten Grundlagen für Dich als Katzenhalter/in
Die Trächtigkeit einer Katze dauert in der Regel etwa 63 bis 67 Tage. Bereits wenige Wochen nach der Befruchtung beginnen hormonelle und körperliche Veränderungen. Viele Katzen werden anhänglicher, ruhiger und suchen die Nähe ihrer Bezugsperson. Manche Katzen entwickeln zudem ein ausgeprägtes Nestverhalten und beginnen sich geeignete Rückzugsorte für die bevorstehende Geburt zu suchen.
Achte in dieser Zeit besonders darauf Deine Katze im Auge zu behalten und ihr einen sicheren und ruhigen Rückzugsort zur Verfügung zu stellen. Stress (siehe Katzen und Kinder – Tipps für ein stressfreiues Zusammenleben) kann sich negativ auf die Trächtigkeit auswirken und im schlimmsten Fall sogar das Risiko für Frühgeburten erhöhen.
2. Vorbereitung auf die Katzengeburt
Damit die Geburt möglichst problemlos verläuft, solltest Du frühzeitig eine geeignete Wurfbox vorbereiten. Diese sollte:
Viele Katzen wählen sich jedoch gerne selbst einen Geburtsort, vom Kleiderschrank bis zur Schublade, aus. Wenn das passiert, ist das völlig normal. Wichtig ist, sie nicht zu zwingen, Deinen vorbereiteten Ort zu nutzen.
Außerdem empfiehlt es sich, die Telefonnummer Deiner Tierärztin oder Deines Tierarztes griffbereit zu haben, falls unerwartete Komplikationen auftreten.
3. Anzeichen, dass die Katzengeburt bald beginnt
Etwa 24–48 Stunden vor der Geburt zeigen viele Katzen folgende Anzeichen:
Kurz vor Beginn der Geburt, dem sogenannten Partus, setzen die ersten Wehen ein. Die Katze wirkt angespannt, hechelt oder wechselt häufiger zwischen Liegen und Aufstehen. In dieser Phase solltest Du besonders aufmerksam sein, aber ihr den Abstand lassen den sie braucht. Katzen gebären instinktiv und meist ohne menschliche Hilfe.
4. Der Ablauf der Katzengeburt
Die Geburt besteht aus drei Phasen:
Phase 1: Eröffnungsphase
Die erste Phase dauert zwischen 12 und 24 Stunden. Der Muttermund beginnt sich zu öffnen und die Katze bekommt die ersten Wehen. Viele Katzen wirken in dieser Zeit unruhig, hecheln oder ziehen sich zurück.
Phase 2: Austreibungsphase

Hier werden die Kitten geboren. Eine Geburt eines einzelnen Kittens kann 5 bis 60 Minuten dauern und zwischen den Kitten liegen oft Pausen von 10 bis 60 Minuten Pause. Normalerweise kommt jedes Kitten in einer Fruchtblase zur Welt, die von der Katzenmama selbst geöffnet werden. Im Anschluss leckt sie die Neugeborenen trocken, um Atmung und Kreislauf anzuregen.
Phase 3: Nachgeburtsphase
Zu jedem Kitten gehört eine Nachgeburt. Manche Katzen fressen diese auf. Das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge, solange es nicht in großer Menge passiert. Wichtig ist, darauf zu achten, dass zwischen den Geburten nicht mehrere Stunden ohne Fortschritt vergehen. Wenn die Katze stark presst, aber nichts passiert, sollte tierärztliche Unterstützung umgehend in Anspruch genommen werden.

5. Risiken & Komplikationen
In den meisten Fällen verlaufen Katzengeburten problemlos, dennoch kann es zu Notfällen kommen. Such bitte sofort tierärztliche Hilfe auf, wenn:
Zögere in solchen Situationen nicht, denn bei Mutterkatze oder Kitten können wenige Minuten über das Wohl entscheiden.
Während der Geburt ist es besonders wichtig, Stress zu vermeiden. Setz Dich mit Abstand in die Nähe, aber bedränge Deine Katze keinesfalls. Lärm, fremde Personen oder hektische Bewegungen können den Geburtsverlauf verzögern. Wenn Du unsicher bist, kannst Du kurze Videoausschnitte (wenige Sekunden) der Situation aufnehmen und Deine Tierärztin oder Deinen Tierarzt kontaktieren. So bekommst Du schnell Rückmeldung, ohne Deine Katze unnötig zu stören.
6. Was Du für die Katzenmama & Kitten nach der Geburt tun kannst
Nach der Geburt beginnt die Wochenbettphase. In dieser Zeit solltest Du täglich auf Folgendes achten:

Halte die Wurfbox sauber, warm und frei von Zugluft. Die Unterlage solltest Du nur dann wechseln, wenn Deine Katze Dich lässt. Die Kitten sollten täglich etwa 10 bis 15 g pro Tag zunehmen. Bei Stillproblemen, schwachen Kätzchen oder ungewöhnlichem Verhalten ist frühzeitige tierärztliche Beratung wichtig.
Eine Katzengeburt kann wunderschön, aber im Fall von Komplikationen, durch Kaiserschnitt oder notwendiger Notfallversorgung auch unerwartet teuer werden.
Mit einer Krankenvollschutzversicherung von PANDA bist Du für solche Situationen abgesichert und kannst Dich ganz auf Deine Katzenmama und ihre Babys konzentrieren. Schau Dir gerne unsere Tarife an. Du findest bestimmt die passende Lösung für Dich und Dein Liebling.
Eine Katzengeburt ist ein besonderer Moment im Leben Deiner Katzenmama und mit der richtigen Vorbereitung kannst Du ihr bestmöglich beistehen. Von den ersten Anzeichen der Trächtigkeit über die Geburt bis hin zur Versorgung der Kitten ist besonders die Ruhe, Beobachtung und ein sicherer Rückzugsort entscheidend.
Mit tierärztlicher Hilfe im Notfall und dem passenden Versicherungsschutz bist Du gut auf alles Unvorhergesehene vorbereitet. So stellst Du sicher, dass Deine Katzenmama gesund bleibt und ihre Jungen bestmöglich ins Leben starten.
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